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Die Permafrost*messungen werden in der Schweiz von PERMOS (Permafrost Monitoring Switzerland) koordiniert wobei die Koordinationsstelle an der Uni Zürich angesiedelt ist.

Das PERMOS Messnetz besteht aus a) Bohrlochstandorten bei welchen insbesondere Temperaturen, geophysikalische und klimatische Parameter gemessen werden, sowie b) Dynamik/ Kinematik- Standorten bei welchen geomorphologische Beobachtungen durchgeführt werden (insbesondere Bewegungsmessungen von Blockgletschern und Beobachtungen von Murgängen und Felsstürzen).

 
 
 
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Blockgletscher (Petit Vélan VS)

Temperaturen

 

Bohrlochtemperaturen:

An 16 Standorten werden Temperaturprofile in Bohrlöchern (zur zeit 26) im Permafrost gemessen. Diese Messungen gehen in eine Tiefe von bis zu 100m und zeigen somit die Dicke der Auftauschicht und gleichzeitig die Temperaturen und deren zeitliche Veränderung.

 

Temperaturen der Bodenoberfläche:

In 5 Gebieten werden mit über 100 Thermistoren alle 2 Stunden die Temperaturen an der Bodenoberfläche gemessen. Diese lassen Rückschlüsse auf die Temperaturen im Untergrund und somit auf das Vorkommen von Permafrost zu. Die Messungen werden in der stark inhomogenen Topographie durchgeführt. Dabei sind diese Sensoren in Schutthalden, Blockgletschern und flachen bis senkrechten Felspartien in allen Expositionen verteilt.

 

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Elektrischer Widerstand (ERT)

Der Eisgehalt ist neben der Temperatur einer der wichtigsten Faktoren im hochalpinen Permafrost. Er ist wichtig bei der Beurteilung der Stabilität des Untergrunds und er reagiert zudem sehr sensibel auf eine Erwärmung. Generell wird Erwärmung des Untergrundes verlangsamt, wenn viel Eis vorhanden ist, da beim Schmelzen von Eis sehr viel Energie verbraucht wird. Mit Hilfe der ERT-messungen kann das Eisvorkommen im Untergrund abgeschätzt werden, da der elektrische Widerstand stark vom Wasser- und Eisgehalt abhängig ist. Um nun die zeitliche Entwicklung des Wasser-Eisgehaltes zu beobachten wurde an 4 Standorten im PERMOS-Messnetz solche ERT-messungen installiert.

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Kinematik von kriechendem Permafrost (Blockgletscher)

 

Kriechende Blockschuttströme sind im Hochgebirge ein Indikator für Permafrost. Die grossen Schuttkörper enthalten oft einen beträchtlichen Anteil an Eis. Aufgrund der allgemeinen Erwärmung der Atmosphäre und der daraus möglichen starken Reaktion dieser Blockgletscher ist eine langfristige Beobachtung äusserst wichtig. Dabei geht es vor allem um die Veränderung der Dynamik dieser Schuttkörper. Die zur Zeit gemessenen Bewegungsraten zeigen grosse Unterschiede. Teilweise wird bei gewissen Blockgletschern eine Destabilisierung festgestellt. Diese kann im dicht besiedelten hochalpinen Raum zu erheblichen Problemen führen. In Zukunft könnte sich der festgestellte Trend sogar noch verstärken.

 

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*Permafrost

Als Permafrost bezeichnet man den Untergrund, dessen Temperatur in der Tiefe während des ganzen Jahres nicht über 0 °C steigt. Permafrost liegt unter einer bis zu mehreren Meter mächtigen Auftauschicht, die im jahreszeitlichen Wechsel positive und negative Temperaturen aufweist. Er existiert in Felswänden, ganzen Gipfelregionen oder Schutthalden. In polaren Regionen kann Permafrost eine Dicke von über einem Kilometer erreichen, während in unseren Breitengraden die Mächtigkeit Dekameter bis mehrere hundert Meter beträgt. Man schätzt, dass in der Schweiz etwa 5% der Fläche Permafrostböden sind. Dies entspricht etwa der doppelten von Gletschern bedeckten Fläche.

 

 

 

   
 

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